Cuxhaven ist Partner im Förderpool für Wasserstoff

Cuxhaven ist Partner im Förderpool für Wasserstoff

Mit dem Projekt „Hyways for Future“ (Hydrogen ways for future mobility) hat sich ein Konsortium aus EWE und rund 90 Partnern aus Kommunen, Wirtschaft und Politik zum Ziel gesetzt, den Einsatz und die Nutzung von regenerativ erzeugtem Wasserstoff in der Metropolregion Nordwest voranzutreiben. Das Projekt sieht vor, den klimafreundlichen Wasserstoff in den Bereichen Industrie, Energieversorgung und Verkehr zu etablieren. Schwerpunkte der Wasserstoff-Modellregion sind die Städte Cuxhaven, Wilhelmshaven, Bremerhaven, Oldenburg und Bremen.

Die Stadt Cuxhaven hat schon seit Ende 2018 einen regelmäßigen Austausch mit der EWE zu möglichen Projekten und Ansätzen zur Etablierung einer Wasserstoffinfrastruktur geführt und nun die Möglichkeit erhalten, dem „Hyways for Future“-Konsortium beizutreten.

Die Voraussetzung für die Beteiligung der Stadt Cuxhaven an diesem Förderprojekt war die Ansprache und Mobilisierung einer Vielzahl von Cuxhavener Unternehmen, die sich mit dem Thema Wasserstoff bereits beschäftigt haben bzw. Wasserstoff zukünftig als Energieträger nutzen wollen. Die Agentur für Wirtschaftsförderung hat es geschafft, in kurzer Zeit 18 Akteure in Cuxhaven für die Zeichnung entsprechender Absichtserklärungen für die Anschaffung von rund 60 wasserstoffbetriebenen PKW, Nutz- und Sonderfahrzeugen zu gewinnen.

Im Rahmen des „Hyways for Future“-Projektes ist die Errichtung einer Wasserstofftankstelle in Cuxhaven geplant, um hier zukünftig sowohl Busse, Müllfahrzeuge, Scooter, Strandbahnen, Pkw als auch im weiteren Hochlauf Krabbenkutter und andere Schiffe mit Wasserstoff zu betanken und als Basis für die Wasserstoffnutzung zu etablieren.
Des Weiteren sieht der Projektantrag an der Abwasserreinigungsanlage in Cuxhaven ein neues innovatives Plasmalyseverfahren zur Wasserstofferzeugung vor, da das Belebungsbecken entsprechenden Sauerstoff benötigt und der bei der Aufspaltung von Wasser gewonnene Wasserstoff direkt für die Nutzung im Mobilitätsbereich oder Zwischenspeicherung verfügbar ist.

Denkbare Einsatzgebiete sind außerdem die öffentliche Ver- und Entsorgung, der kommunale Fuhrpark, der Tourismus über die Strand-/Wegebahnen, der ÖPNV, als auch die Privatwirtschaft in Form der Hafenwirtschaft/-Logistik, der Fischwirtschaft, der Transportwirtschaft, der Bauwirtschaft und der Lagerlogistik.

In die Projektskizze wurden alle bekannten Aktivitäten und Planungen zum Thema Wasserstoff, die bereits in Cuxhaven in Angriff genommen wurden, aufgenommen. Nur so konnte gegenüber der Bewertungskommission dokumentiert werden, dass Cuxhaven bereit ist, Wasserstoff als Zukunftstechnologie am Standort Cuxhaven zu fördern.

Die Agentur für Wirtschaftsförderung der Stadt Cuxhaven hatte sich bereits in einer ersten Ausschreibungsrunde der NOW GmbH (Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie), die das Nationale Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP) der Bundesregierung koordiniert, als sogenannte „HyStarter-Region“ beworben. Allerdings ist Cuxhaven hier als „überqualifiziert“ eingestuft worden, was den nächsten Schritt zur höher qualifizierten Ausschreibungsrunde mit dem, „Hyways for Future“ Projekt mit Erfolg nach sich zog.