Entwicklung der Offshore Basis Cuxhaven

Durch vorausschauende Investitonen des Landes Niedersachsen und der Stadt Cuxhaven mit Unterstützung der EU (EFRE, Ziel 2 Förderung) sind in den letzten  Jahren optimale Infrastrukturen für die Offshore-Windenergieindustrie am Standort Cuxhaven geschaffen worden.

 

Hierzu zählt neben dem Bau des Offshore-Terminals durch das Land Niedersachsen auch die Erschließung des Gewerbegebietes B 110 "Hermann-Honnef-Straße" und die Errichtung der Schwerlastplattform.

 

Die erfolgreiche Ansiedlung der Unternehmen CSC GmbH und AMBAU GmbH und die damit verbundene Schaffung von zunächst 450 neuen Arbeitsplätzen sind das Ergebnis dieser zukunftsweisenden Investitionen.

 

Basis der Planungen zum Ausbau des Seehafens Cuxhaven zur Offshore Basis ist der Masterplan aus dem Jahr 2003. Die Planungen wurden gemeinsam von dem ehemaligen Niedersächsischen Hafenamt (heute: Niedersachsen Ports GmbH & Co. KG), von ortsansässigen Unternehmen aus den Bereichen Erneuerbare Energien und Hafenlogistik sowie der Stadt Cuxhaven (Wirtschaftsförderung) erarbeitet und erstellt.

 

Die Stadt Cuxhaven hat den ersten Bauabschnitt der Offshore Basis Cuxhaven mit einem Investitionsvolumen von ca. 10,45 Mio. Euro in der Zeit von Juli 2005 bis September 2008 erstellt.

 

Folgende Teilbaumaßnahmen zählen hierzu:

 

  • Errichtung der Schwerlastplattform 
  • Bau der Hermann-Honnef-Erschließungsstraße mit Schmutz- und Regenwasserkanal
  • Aufbereitung Gewerbe- und Industriefläche für die besonderen Gewichte und Lasten der Offshore-Windkraftindustrie
  • Bau eines Eisenbahngleises mit Verladestraße
  • Anpassung Richtfeuerlinien Altenbruch - Braumrönne und Wehldorf-Altenbruch

Bau der Hermann-Honnef-Straße zur Erschließung des Industrie- und Gewerbegebietes B 110

Das Gewerbegebiet B 110 wurde durch eine in Nord-Süd-Richtung verlaufenden Erschließungsstraße mit Schmutz- und Regenwasserleitung erschlossen. Links und rechts hiervon befinden sich die Betriebsstätten der Offshore-Windkraftindustrie. Zusätzlich erstellte die Niedersachsen Ports GmbH & Co. KG eine zweispurige parallel zum Deich verlaufende Schwerlastverbindungsstraße, die das Cuxport-Teminal mit der Schwerlastplattform und dem Gewerbegebiet sowie dem Offshore-Terminal zusätzlich verbindet. Somit ist gewährleistet, für den Umschlag der bis zu 450 Tonnen schweren Bauteile, zügig zu zwei Verlademöglichkeiten zu gelangen.

 

Aufbereitung der Gewerbe- und Industriefläche B 110

Vor dem Hintergrund der hohen technischen Anforderungen der Offshore-Windkraftindustrie war eine Aufbereitung der Gewerbe- und Industriefläche B 110 notwendig, da nur so der vorhandene Boden die hohen zu erwartenden Gewichte und Lasten bis zu 450 t und mehr aufnehmen bzw. tragen kann.

 

Im Rahmen der Aufbereitung wurde die vorhandene Vegetationsschicht maschinell abgetragen, zusätzlicher Sand eingebaut und verdichtet sowie ein Planum hergestellt.

 

Bau eines Eisenbahngleises mit parallel verlaufender Verladestraße

Der in Cuxhaven für die Offshore-Industrie notwendige Rohwarenbezug (Stahlplatten, Anbauteile etc.) wird zum einen über den Seehafen Cuxhaven und zum anderen über die Schiene sichergestellt. In diesem Zusammenhang baute die Stadt Cuxhaven binnen einer Rekordzeit von 9  Wochen ein komplettes Eisenbahngleis von rd. 680 m Länge sowie eine hierzu parallel verlaufende Verladestraße. Das Gleis wird darüber hinaus für den Hafenumschlag in Cuxhaven genutzt.

 

Weitere Bauabschnitte B 141 und LP 9

Die Umsetzung des 2. Bauabschnitts der Offshore Basis Cuxhaven findet am 20.03.2009 ihren Abschluss mit der offiziellen Eröffnung des Offshore-Anlegers. Der geplante 3. und 4. Bauabschnitt der Offshore Basis Cuxhaven umfasst die Erschließung von Gewerbe- und Industrieflächen des B-Plans 141.

 

Bebauungsplan B-141 "Östlich der Baumrönne"

Nach erfolgreicher Umsetzung des Bebauungsplanes B-110 hat die Stadt Cuxhaven mit dem Bebauungsplan B-141 die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die hafengewerbliche Entwicklung geschaffen und ist somit in den letzten Jahren damit Standort zukunftsweisender industrieller Entwicklung geworden.

Das ca. 114 ha große Plangebiet des B-Plans 141 erstreckt sich als ca. 600 m breiter und 2.000 m langer Streifen parallel zum Ufer der Elbmündung. Die STRABAG Offshore-Wind GmbH plant hier, auf einer 50 ha großen Industriefläche Produktionsstätten für Schwerlastfundamente zu errichten.

 

Erweiterung des Offshore Terminal II - mit der Auslösung des 1. Rammschlags hat Umweltminister Hans-Heinrich Sander am 21.05.2010 den Startschuss für die Erweiterung des Offshore-Basishafens um drei weitere Liegeplätze gegeben, die insgesamt eine Hafenfläche von rund 9 Hektar entlang der Elbe umfassen. Niedersachsen Ports GmbH & Co.KG investiert als landeseigenes Hafenunternehmen ingesamt 65 Mio. € in die neue Infrastruktur. Der Hafenneubau unterteilt sich in drei Schiffsliegeplätze mit einer Gesamtlänge von 500 m. Dazugehörig wird zur Ableitung der Strömung noch eine Mole mit einer Gesamtlänge von ca. 70 Metern erstellt. Der gesamte neue Hafenbereich ist für Lasten von zehn Tonnen pro Quadratmeter ausgelegt, die Liegeplätze sowie die Zufahrtsstraße werden Laster einer komplett montierten Offshore-Windanlage aufnehmen können. Die Erschließung der Hafenanlage erfolgt über eine 60 m breite Deichrampe, die ebenfalls für Schwerlastverkehr konzipiert wurde. Die Fertigstellung des Liegeplatzes 9 (Terminal II) ist für das Jahr 2012 geplant.